Demokratie = Partizipation = Respekt = Akzeptanz

Let´s talk about...

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Zeitraum des Camps:

  • 21.08.-28.08.2021

Anreise:

  • Samstag 10.00 Uhr – 12.00 Uhr

Abreise:

  • Samstag 12.00 Uhr – 14.00 Uhr

An- und Abreise selbst organisiert.

Veranstaltungsort:

Naturpark Zittauer Gebirge

Gelände Kammbaude

Grenzstrasse 7

02797 Oybin

Kosten: Das Camp wird durch die Amadeu Antonio Stiftung gefördert! Dadurch können wir das Camp für Teilnehmende kostenfrei anbieten.

Die Teilnehmer_innen schlafen in Gruppenzelten (5 Teilnehmer_innen/Zelt), wir kochen auf offenem Feuer und verbringen viel Zeit in der Natur mit so wenig wie möglich Medienkonsum.

gefördert durch die Amadeu Antonio Stiftung

Der Grundbaustein der Demokratie, eine gute Kommunikation, begleitet uns durch das gesamte Camp und wird unter dem situationsorientierten Ansatz umgesetzt unter Beachtung der 5. Prinzipien von Partizipation.

  1. Partizipation bedeutet, dass Kinder/Jugendliche von Erwachsenen begleitet werden. Es genügt nicht, Kindern/Jugendlichen Entscheidungsspielräume einzuräumen und sie dann damit allein zu lassen. Die Entwicklung notwendiger Partizipationsfähigkeiten muss aktiv unterstützt werden. Oft fehlen Kindern/Jugendlichen der Zugang zu Informationen oder alternative Erfahrungen, die erst eine wirkliche Entscheidung ermöglichen. Darüber hinaus bedeutet Partizipation immer Aushandlungsprozesse, in die auch Erfahrungen und Interessen von Erwachsenen einfließen (können).

Das machen wir im Camp:

– Regeln mit den Kindern/Jugendlichen gemeinsam aufstellen (Ruhezeiten, Essenteiten, etc.)

  1. Partizipation erfordert einen gleichberechtigten Umgang, keine Dominanz der Erwachsenen. Auf der inhaltlichen Ebene muss die Expertenschaft der Kinder/Jugendlichen für ihre Lebensräume, ihre Empfindungen, ihre Weltsicht uneingeschränkt anerkannt werden. Die Erwachsenen sollten ihnen mit Neugier und Interesse begegnen. Für den Prozess und für dessen Transparenz tragen allerdings ausschließlich die Erwachsenen die Verantwortung. Sie müssen die Kinder dabei unterstützen, eine Gesprächs- und Streitkultur zu entwickeln. Und sie müssen gewährleisten, dass eine „dialogische Haltung“ – vor allem auch von den beteiligten Erwachsenen selbst – eingehalten wird.

Das machen wir im Camp:

– Wahl eines Streitschlichters

– Moderation von Streitgesprächen

– Einzelgespräche

– Gruppengespräche

– Feedbackrunden

  1. Partizipation darf nicht folgenlos bleiben. Dies bedeutet eine hohe Verbindlichkeit der beteiligten Erwachsenen, die sich darüber Klarheit verschaffen müssen, welche Entscheidungsmöglichkeiten die Kinder/Jugendlichen tatsächlich haben (sollen), und die diese offen legen müssen. Selbstverständlich kann die Umsetzung einer gemeinsam getroffenen Entscheidung scheitern. Aber zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung sollte es eine realistische Chance zur Realisierung innerhalb eines für die Kinder/Jugendlichen überschaubaren Zeitraums geben. Klappt es dann nicht, sollten die Gründe dafür transparent werden.

Das machen wir im Camp:

– Streckenführung bei Wanderungen übernehmen die Kinder/Jugendlichen

– Kinder/Jugendliche erarbeiten sich bei verschiedenen Aufgaben (zum Beispiel Floßbau) ihren Lösungsweg selbst (try and error)

– Zusammenstellung Essenplan für 2. Hälfte des Camps

  1. Partizipation ist zielgruppenorientiert. Kinder/Jugendliche sind nicht alle gleich. Die Erwachsenen sollten sich darüber klar sein, mit wem sie es jeweils zu tun haben. Kinder aus Elementar- oder Hortgruppen, Jungen oder Mädchen, Kinder unterschiedlicher ethnischer Herkunft, Kinder mit und ohne Handicaps bringen unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse und unterschiedliche Fähigkeiten zur Beteiligung mit. Die Inhalte und die Methoden müssen darauf abgestimmt werden.

Das machen wir im Camp:

– situationsorientiertes Arbeiten

– unterschiedliche Herkunft/Nationalitäten der Kinder/Jugendlichen

  1. Partizipation ist lebensweltorientiert. Das betrifft in erster Linie die Inhalte, aber auch die Beteiligungsmethoden. Die Thematik müssen die Kinder/Jugendliche etwas angehen. Dies kann durch unmittelbare Betroffenheit der Fall sein: bei der Frage, ob der tote Vogel, den ein Kind/Jugendlicher gefunden hat, beerdigt werden soll. Es kann aber auch um Themen gehen, die für Kinder zwar Bedeutung haben (werden), sie aber nur mittelbar betreffen, wie das bei vielen ökologischen Themen der Fall ist. Derart abstrakte Themen müssen dann methodisch an die Erfahrungen der Kinder angeknüpft werden.

Das machen wir im Camp:

– Wir finden heraus, wo kommt unser Essen her

– Regional, Saisonal,…

So sieht unsere Woche aus

Samstag – Anreise 10-12 Uhr

  • Lagerbau, Einweisung ins Lager, Kennenlernen
  • Verantwortlichkeiten wählen

Sonntag – Element – Feuer

  • Zunderwanderung
  • Feuerbohrer bauen
  • Feuer machen
  • am/auf Feuer kochen

Montag – Workshop

  • durchgeführt von „Augen auf e.V.“

Dienstag – Element – Wasser

  • Floßbau,
  • Gewässer bestimmen / Wassergüte bestimmen

Mittwoch – Workshop

  • durchgeführt vom „Kulturbüro Sachsen e.V.“
  • Einkauf Lebensmittel für 2. Hälfte vom Camp

Donnerstag – Element – Luft

  • Ausflug in den Kletterwald Großschönau
  • Nachtwanderung zurück ins Camp

Freitag – Workshop

  • durchgeführt vom „Snaketeam e.V.

Samstag  – Verabschiedung

  • Abreise bis 12 Uhr